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Klassizistisches Schmuckstück. in Uhyst am Taucher.

Evangelisch-lutherische Autobahn-und Gemeindekirche Peter und Paul Uhyst am Taucher

A4 Dresden - Görlitz

Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt zwischen den Anschlusstellen Burkau und Salzenforst an der Abfahrt Uhyst am Taucher (Nr. 88a).

 

Google Maps-Link: 51.194722 14.219167

Anfahrt

Die Autobahnkirche ist aus beiden Fahrtrichtungen zu erreichen und sowohl in Richtung Dresden als auch in Richtung Görlitz ausreichend ausgeschildert.

Öffnungszeiten

Das ganze Jahr über Tag und Nacht offen.

Gottesdienstzeiten

Gottesdienste finden im Wechsel mit den Schwesterkirchen statt. Termine: www.autobahnkirche-uhyst.de

Evangelisch-lutherische Autobahn- und Gemeindekirche Peter und Paul Uhyst am Taucher

Parkmöglichkeiten
An der Kirche stehen ausreichend Parkplätze für Pkw zur Verfügung. Es gibt keine Parkplätze für Busse und Lkw.

Erreichbarkeit ohne Auto
Fußgänger und Radfahrer erreichen die Autobahnkirche bequem, da sie auch Gemeindekirche ist.

Barrierefreiheit
Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte gelangen über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kirche.

Kontaktdaten

Evang.-luth. Pfarramt Taucherwaldstraße 73 01906  Burkau OT Uhyst am Taucher Telefon: 035953 8310 Webseite: www.autobahnkirche-uhyst.de

Erste Autobahnkirche in Sachsen

Entstehungsgeschichte

Die Autobahnkirche ist zugleich Gemeindekirche und hat eine lange Geschichte.

Bereits 1412 hatte es einen bescheidenen Bau gegeben, der, nur aus Feldsteinen errichtet, als Dorfkirche diente und 1495 auf die Namen der Apostel Petrus und Paulus geweiht wurde. Da das Kirchengemäuer immer schadhafter wurde, gab es bereits um 1750 Vorstellungen über einen Neubau der Kirche, der dann 50 Jahre später errichtet wurde. Die heutige Kirche wurde am 12. Oktober 1801 eingeweiht – bereits 18 Monate nach der Grundsteinlegung.

1870 wurde das Innere der Kirche vollständig erneuert, 1896 wurde die Kirche mit einer Heizanlage ausgestattet.

Am 5. Mai 1996 wurde die Gemeindekirche als erste Kirche im Freistaat Sachsen in einem ökumenischen Gottesdienst auch als Autobahnkirche für Reisende geöffnet – und aus diesem Anlass zum letzen Mal renoviert. Dabei wurden auch Scheinwerfer angebracht. Sie beleuchten die Kirche in der Nacht und machen sie von der Autobahn aus gut sichtbar.

 

Klassizistisch, evangelisch, sächsisch

Architektur und Kunst

Peter und Paul wurde als Saalkirche im streng klassizistischen Stil erbaut. Der verputzte Bruchsteinbau hat einen gestreckten, achteckigen Grundriss. An der westlichen Längsseite des Kirchengebäudes erhebt sich ein 40 Meter hoher Turm mit achteckigem Glockengeschoss, vier Schallöffnungen, Haube und einer Zwiebelbekrönung. An der östlichen Längsseite der Kirche liegt die von außen zugängliche Sakristei. Das Kircheninnere ist konsequent als evangelische Predigtkirche angelegt – und ein typisch sächsischer Emporenbau mit drei Emporen, einem zentralen Kanzelaltar und darüber der Orgel. Gegenüber dem Kanzelaltar befinden sich in der ersten Empore fünf Herrschaftslogen, darunter die der Bautzener Ratsloge.

Besonders ins Auge fällt die zweimanualige, mechanische Orgel, die mit 22 Registern ausgestattet ist und 1856 von Urban Kreuzbach aus Borna erbaut wurde. Sie gilt als wertvolle Orgel der Romantik und ertönt zu Gottesdiensten und Kirchenkonzerten. Vor der Orgelempore hängt ein aus böhmischem Glas gestalteter Kronleuchter. Der Altartisch ist mit einem vergoldeten Kruzifix geschmückt, der Sockel des Altars ist ohne gemalte oder geschnitzte Darstellungen. Zwei Keramikkerzenhalter, von der Töpfermeisterin Cornelia Lehmann aus Burkau entworfen, umrahmen das Kruzifix. Am Rand des leicht erhöhten Altarraums fällt der Blick auf einen Marmortaufstein mit weißem Sockel, dunkelgrünem Becken und silberner Taufschüssel, der 1895 von dem Rittergutsbesitzer Oscar Hustig (aus Neustädtel) gestiftet wurde. Auf dem bronzenen Taufdeckel zeigen Reliefdarstellungen die vier Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Der Taufdeckel befindet sich derzeit im Pfarrhaus.

Spaziergänge im Taucherwald

Umgebung

Die Autobahnkirche liegt in dem kleinen Dorf Uhyst a. T. mit etwa 400 Einwohnern. Sie ist bereits aus der Ferne zu erkennen, da sie ein bisschen erhöht liegt. Wer sich nach einem Besuch der Autobahnkirche noch die Beine vertreten will, findet dazu Gelegenheit: In der Kirche liegen Informationsblätter aus, die verschiedene Rundwege vorstellen. Die Spaziergänge oder Wanderungen dauern von 1/4 bis zu 4 Stunden und führen zum Dorfzentrum, zum Kloster St. Marienstern oder durch den Taucherwald. Die nächsten größeren Städte Bautzen und Dresden sind etwa 15 und 40 km entfernt.